Das benötigt eine funktionstüchtige Growbox

Die Growbox

Growbox vom Hersteller HomeboxBei Growboxen gilt es einige Aspekte zu beachten. Zunächst einmal das Offensichtliche: Wie groß soll's denn werden? Wie viel Nutzfläche habe ich in meiner Box?

Abgesehen davon spielen die Lichtdichtheit des Materials sowie die Reflektoreigenschaften der Innenseite eine zentrale Rolle. Andere wichtige Faktoren sind die Position und die Sicherung der Lüftungsanschlüsse sowie die Handlichkeit der Growbox. Wie lässt sich die Tür öffnen? Wie weit bekommt man sie auf bzw. wie einfach kommt man an seine Pflanzen heran? Die Growboxen von Gorilla sind auch erweiterbar: Wenn deine Pflanzen wachsen, wächst die Growbox einfach mit!

Die Leuchtmittel

Licht ist für Pflanzen so wichtig wie die Luft zum Atmen. Dementsprechend kommt der Beleuchtung auch zurecht eine große Aufmerksamkeit zuteil. Es gibt einige unterschiedliche Sorten von Grow Lampen, die sich für den Grow eignen. In unserem Shop findest du die effektivsten davon: Natriumdampflampen, Metallhalogenlampen, Energiesparlampen und LED-Lampen. Welche davon man sich aussucht, ist tatsächlich eine Frage des Budgets.

Kriterien sind die Lebensdauer der Lampen, Stromverbrauch, Leuchtkraft und Lichtspektrum und schlussendlich auch Hitzeentwicklung, was auch Lautstärkeentwicklung mit sich zieht.

LED-Lampen

LED Growpanel für GrowboxenLED-Lampen sind das Non-Plus-Ultra des Indoor Growens. Sie haben einen immensen Wirkungsgrad, mit der keine andere Lampe sich messen kann. Die Wärmeentwicklung ist denkbar niedrig, weshalb weniger Abluft abgeführt werden muss und die Lampen dicht an den Pflanzen angebracht werden können. Außerdem haben sie eine überaus hohe Lebensdauer. Weitere Vorteile lassen nicht auf sich warten: Man braucht kein Vorschaltgerät bei LED-Lampen, die Installation ist in ein paar Minuten erledigt.

Das einzige, das vor allem Anfänger vom Kauf abschreckt, ist der relativ hohe Kaufpreis, den man für LED-Panels hinlegen muss. Allerdings holt man den durch die hohe Lebensdauer und den niedrigen Strompreis locker wieder raus – und durch den überaus hohen Ertrag, den man mit LED-Lampen einfährt!

Eine allgemeine Regel ist: Pro Quadratmeter Anbaufläche benötigst du ungefähr 3 LED-Module.

Natriumdampflampen (NDL)

Natriumdampflampe Armatur für GrowboxDiese Sorte von Lampen hat sich als grundsolides Leuchtmittel bewährt. Das eher rötliche Licht signalisiert der Pflanze, Blüten auszubilden, eignet sich also besonders gut für die Blütephase der Pflanze. Allerdings gibt es auch Kombi-NDLs mit weißem sowie rötlichem Licht, die sich dann auch für die Wachstumsphase eignen.

Natriumdampflampen haben eine großartige Tiefenwirkung, was heißt, dass sie auch die unteren Blätter gut beleuchten. Allerdings werden sie im Betrieb sehr heiß, weswegen ein gewisser Abstand zur Pflanze nötig ist, um Verbrennungen zu vermeiden. Außerdem brauchst du einen Abluft-Ventilator, um die Hitze abzuführen. Eine Cooltube kann dabei auch helfen. Die Lebensdauer der NDLs liegt bei ungefähr 5 Jahren, der Kaufpreis befindet sich eher im unteren Bereich.

Metallhalogenlampen (MHL)

MHL für die WachstumsphaseMetallhalogenlampen sind Grow-Lampen-Klassiker. Sie eignen sich für die Wachstumsphase deiner Pflanzen, egal ob du ein Anfänger oder ein Profi-Grower bist. Die Tiefenwirkung der Metallhalogenlampen ist super und sie besitzen auch eine hohe Leuchtkraft.

Trotz der Weiterentwicklung von MHLs in den letzten Jahren beträgt die Lebensdauer der Lampen gerade mal 2 Jahre. Da sie aber relativ schnell an Leuchtkraft verlieren, sollten sie trotzdem alle 9 bis 15 Monate ausgetauscht werden. Der Anschaffungspreis ist zwar denkbar gering, dafür benötigen die MHLs auch ordentlich Strom für den Betrieb. Genauso wie NDLs werden die Metallhalogenlampen bei Betrieb außerdem sehr heiß und müssen deshalb in gebührendem Abstand zu den Pflanzen angebracht werden. Auch hier sind die Stichworte wieder: Abluftventilator und Cooltube.

Für Anfänger mit einer geringen Wattstärke eignen sich die MHLs super. Je höher die Leistung, desto mehr Abluft muss dagegen auch abgeführt werden. Das wiederum heißt stärkere Abluftventilatoren, was gleichzeitig die Lautstärke ansteigen lässt.

Energiesparlampen (ESL)

ESL Lampen set

Energiesparlampen eignen sich größtenteils für die Wachstumsphase der Pflanzen. Es gibt aber auch ESLs für die Blütephase. Sie entwickeln kaum Hitze und besitzen eine ordentliche Lebensdauer. Auch benötigt man bei ESLs, genauso wie bei LED-Lampen, kein Vorschaltgerät. Das wars allerdings auch schon mit den Vorteilen der ESLs. Sie haben, genauso wie Leuchtstoffröhren, eine relativ schlechte Tiefenwirkung, die wegen der Windungen der ESLs noch mal schlechter ausfällt als bei den Röhren. Deshalb muss man die Lampen extrem nahe an die Pflanzen anbringen und auch den Abstand tatsächlich täglich korrigieren. Dadurch eignen sich die ESLs auch nicht für hohe Pflanzen. Die Gesamtleistung ist deutlich niedriger als die der anderen Lampen und damit fällt der Ertrag auch eher bescheiden aus. Gerade Anfänger erzielen mit den ESLs keine berauschenden Ergebnisse.

Das Vorschaltgerät

VorschaltgeräteVorschaltgeräte dienen dazu, Natriumdampflampen und Metallhalogendampflampen zu starten und wieder auszuschalten. Für LEDs und ESLs braucht man keine Vorschaltgeräte.

Die Geräte müssen verschiedene Kriterien erfüllen. Sicherheit zum Beispiel: Wenn das Gerät überhitzt, sollte es sich abschalten. Das geschieht mit einem eingebauten Thermostat. Auch der Kondensator ist explosionsgeschützt, sodass das Gerät nicht einfach mal Feuer fängt und deine Ernte dahin lodert. Dagegen schützt auch ein feuerfestes Gehäuse des Vorschaltgeräts.

Auch ist es von Vorteil, wenn die Vorschaltgeräte keine internen Verkabelungen aufweisen. Dadurch werden weitere mögliche Fehlerquellen vermieden und es sorgt auch für eine höhere Lebensdauer der Geräte.

Einige Vorschaltgeräte besitzen zudem eine Overdrive- oder Superlumen-Funktion, die zeitweise Spitzenleistungen der Growlampe erbringt, was dann wiederum in der Blütephase der Pflanze Spitzenleistungen hervorruft.

Abgesehen davon gibt es einige andere Variablen wie beispielsweise die RF-Shielding Technologie der Vorschaltgeräte von My-Ballasts. Dadurch bleibt das Gerät für die Außenwelt unsichtbar. Andere Variablen bieten die Vorschaltgeräte von Lumatek. Manche der Geräte sind dimmbar, was eine höhere Individualisierung der Beleuchtung erlaubt. Auch können manche Vorschaltgeräte zwei Lampen in unterschiedlichen Rhythmen regulieren, da zwei Systeme in einem Vorschaltgerät vorhanden sind.

Reflektoren

Grow-Reflektor für die Growbox

Durch einen Reflektor kannst du das Maximum aus deinem Leuchtmittel herausholen und auch optimal in der Growbox verteilen.

Tipp: LEDs haben bereits verbaute Reflektoren, weswegen du dich mit diesem Thema nicht beschäftigen musst, wenn du dir LED-Panels angeschafft hast.

Durch einen Reflektor kann der Hotspot unter der Lampe vermieden werden: Durch einen Adjust-A-Wing-Reflektor und einen Spreader wird das Licht direkt unter der Lampe gestreut. So kommt es zu weniger Hitzeentwicklung.Deshalb sind Reflektoren bei praktisch jedem Grow absolute Pflicht.

Beim Kauf eines Reflektors gibt es einiges zu beachten. Das wohl wichtigste ist die Reflexionsleistung: Es empfiehlt sich Hammerschlag-Aluminium oder Mithralit bei Natriumdampflampen.

Ein zweiter Punkt ist der, ob der Reflektor deiner Wahl auch ausreichend Platz findet. Außerdem sollten Anfänger darauf achten, dass der Reflektor leicht angebracht werden kann. Deshalb bieten wir auch bereits vormontierte Modelle an.

Be- und Entlüftung

Deine Pflanzen brauchen genug Frischluft, um zu gedeihen. Auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit muss vermieden werden, damit deine Pflanzen nicht anfangen, zu schimmeln. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit ist allerdings auch nicht förderlich für den Grow.

Und schlussendlich wird über die Abluft auch die Temperatur geregelt, die durch manche Growlampen ziemlich hoch werden kann. Ein Nebenprodukt des Indoor Grows ist mitunter auch eine beachtliche Geruchsentwicklung, die man durch einen Aktivkohlefilter in den Griff bekommt.

Aus diesen Gründen ist eine zünftige Be- und Entlüftung unerlässlich für einen gelungenen Grow.

Für dein Lüftungssystem benötigst du die folgenden Komponenten:

  • Abluft-Ventilator
  • Aktivkohlefilter
  • Flexschlauch
  • Umluft-Ventilator

Bei diesen Teilen handelt es sich um die absolut notwendige Grundausstattung. Abgesehen davon gibt es auch Komponenten für die Lüftersteuerung, um den Lüfter zu steuern.

Abluft-Ventilator

Abluftventilator von Prima Klima für die Growbox

Der Abluftventilator ist das Kernstück der Lüftung. Was bei einem solchen Ventilator wichtig ist, ist die Menge an Luft, die er durchgesetzt bekommt. Gemessen wird das in m3/h.

Es empfiehlt sich, einen Abluft-Ventilator zu kaufen, der für die Growbox zu stark ist. Das tut es aus den beiden folgenden Gründen.

  • Ein Aktivkohlefilter drosselt die Leistung des Ventilators um etwa 30%
  • Ein voll aufgedrehter Ventilator macht ordentlich Krach

Mit einem Stufentrafo kannst du den Ventilator so einstellen, dass die benötigte Leistung erbracht wird, das Gerät aber lautstärketechnisch kein AC/DC-Konzert imitiert.

Die Auswahl des Abluft-Ventilators fällt leichter, wenn du bereits weißt, welche Art von Lampe du dir zulegst: Pro Watt Lampenleistung benötigst du 1 m3/h Leistung des Abluft-Ventilators. Dieser Richtwert weicht allerdings je nach Raumtemperatur ab. Wenn der Raum, in dem du deinen Grow hochziehst, warm ist, benötigst du entsprechend mehr Leistung. Allerdings kannst du auch CO2-Bags benutzen, die die Pflanzen "abhärten", wodurch sie höhere Temperaturen aushalten.

Aktivkohlefilter (AKF)

Profi-Aktivkohlefilter von Prima Klima

Sofern du nicht in einer Einsiedelei lebst, ist ein Aktivkohlefilter eine Voraussetzung für jeden Grow. Je nach Art der Pflanzen ist die Geruchsentwicklung beträchtlich, und das stört sowohl dich als auch deine Nachbarn.

Was du bei der Anschaffung eines AKFs beachten musst, ist die Tatsache, dass ein solcher Filter immer mit mindestens 25% des angegeben Luftumsatzes auch tatsächlich umgesetzt werden muss. Ansonsten filtert der Filter nicht mehr richtig und verfehlt dadurch seinen einzigen Zweck.

Hast du also einen AKF mit einer Förderleistung von 1800 m3/h, sollten auch mindestens 450 m3/h Luft hindurchkommen.

Worauf du ebenfalls achten musst, ist der Durchmesser und die Länge des AKFs. Optimal ist es, wenn der AKF den gleichen Durchmesser hat wie der Abluft-Ventilator. Das spart Platz. Wenn das nicht der Fall ist, benötigst du ein sogenanntes Reduzierstück.

Eine Platzfrage ist es auch, warum die Länge wichtig ist. Gehe sicher, dass der AKF auch in deine Growbox passt. Gerade bei höherer Förderleistung kann ein AKF schon eine beachtliche Größe erreichen.

Stark zu empfehlen sind die Aktivkohlefilter von Prima Klima. Die Filter nutzt man auch in der Industrie, und das mit gutem Grund. Bei einem ganzjährigen Grow haben die Filter eine Lebensdauer von 12-24 Monaten.

Luftschlauch / Flexrohr

Phonic Trap schalldämmender Flexschlauch

Luftschäuche bzw. Flexrohre, wie sie auch genannt werden, verbinden die Ausblaseöffnung des Abluft-Ventilators mit dem Lüftungsloch deiner Growbox. Flexschläuche gibt es in verschiedenen Ausführungen: ISO-Flexrohre, Alu-Flexschläuche und Combi-Flexrohre & Phonic Trap.

Alu-Flexschläuche sind die Standardschläuche, die du für die Abluft benutzen kannst. Dabei handelt es sich um ganz normale Schläuche, die nichts weiter tun, als Luft weiterzuleiten.

Combi-Flexrohre bestehen außen aus PVC und innen aus Aluminium. Das macht die Rohre sehr formstabil, reißfest und gleichzeitig flexibel.

ISO Flexrohre der Marke Sonodec leiten die Abluft weiter, ohne dass Wärme austritt. So verringerst du Temperaturen in deiner Growbox.

Luftschäuche von Phonic Trap sind zwar auch wärmeisoliert, allerdings liegt bei ihnen der Schwerpunkt auf Schallisolation. Willst du also verhindern, dass deine Growbox zu laut wird, dann solltest du dich mit diesen Luftschläuchen ausstatten.

Es sollten zu viele Biegungen im Abluftschlauch vermieden werden. Sonst verliert der Ablüfter an Leistung.

Umluft-Ventilator

Taifun Flatvan Umluft-Ventilator für die Growbox

Umluft-Ventilatoren tun deinem Grow mehrere gute Dinge an. Das Offensichtliche zuerst: Ein Umluft-Ventilator zirkuliert die Luft um deine Pflanzen herum. Das führt dazu, dass der Stamm der Pflanzen gestärkt wird, was das Wachstum fördert. Abgesehen verhindert beugt ein solcher Umluft-Ventilator Schimmelbildung, da die Luftfeuchtigkeit gleichmäßig in deiner Growbox verteilt wird.

Entscheidend ist auch hier wieder die Größe des Ventilators oder umgekehrt der Platz in deiner Growbox. Auch gibt es Umluft-Ventilatoren, die du an Stangen anbringen kannst, was wiederum weniger Platz in Anspruch nimmt.

Tipp: Wenn du die Luft über die Pflanzenspitzen wehen lässt, hat das den gleichen Lufteffekt, schadet aber der Pflanze nicht. Ein Schaden, der bei zu viel Druck entstehen kann, ist beispielsweise Windbrand.

Zuluft-Ventilator

Schallgedämmter Rohrventilator für die Zuluft der Growbox

Ein Zuluft-Ventilator ist nicht zwingend notwendig, da der Abluftventilator einen Unterdruck in der Growbox erzeugt, der dann Luft durch die Lufteinlass-Öffnung der Growbox saugt. (Damit ein Unterdruck entsteht, sollte die Zuluftöffnung die 1,5-fache bis 2-fache Fläche des Abluftloches haben.) Aber wichtig ist er doch.

Ein Zuluft-Ventilator macht Sinn, wenn die Luft in deinem Zimmer nicht optimal ist: Dann muss sie mittels Schlauch und Zuluft-Ventilator von einem anderen Zimmer oder von draußen herangeholt werden. Wenn dein Abluftventilator zu stark ist, kann es sein, dass durch den entstehenden Unterdruck die Wände deiner Growbox nach innen gesaugt werden. Da reicht es aber in der Regel aus, den Abluft-Ventilator herunterzuregeln.

Bewässerung

Automatisches Bewässerungssystem für die Growbox

Es gibt an sich genau zwei Wege, deine Pflanzen zu bewässern. Entweder nimmst du eine gute alte Gießkanne und gibst ihnen Pi mal Daumen ein zwei Kellen Wasser, oder du lässt deine Pflanzen automatisch bewässern. Automatische Bewässerung ist bei Hydrokulturen übrigens ein Muss, bei Erde dagegen nicht. Bewässerungssysteme sind allerdings auch nicht sonderlich teuer. Und mit ihnen kann man die Bewässerung ganz genau kontrollieren. Das vermeidet Schimmelbildung, Wurzelfäule und alle anderen Missstände, die mit zuviel Wasser einhergehen. Mit Bewässerungstanks kannst du mit Umwälzpumpen zusätzlich eine Sauerstoffanreicherung einstellen. Das sorgt für stärkeres Wachstum und eine üppigere Blüte.

Zur Info: Die perfekte Wassertemperatur liegt bei 19-20°C.

Grow-Zubehör

Abgesehen von den wirklich unerlässlichen Komponenten gibt es einiges an Zubehör, das deinen Grow angenehmer und leichter machen kann, und zusätzliche Produkte wie Erden & Substrate, die du ebenfalls für deinen Grow benötigst. Abgesehen davon kannst du durch eine automatische Bewässerung auch sehr genau einstellen, wie viel Wasser deine Pflanze zugeführt bekommen muss.

Zeitschaltuhr

Mit einerklassischen Zeitschaltuhr kannst du sowohl die Beleuchtung, die bei jeder Pflanze unterschiedlich ausfällt, individualisieren, als auch den Abluftventilator nur zu gewissen Zeiten betreiben.

Drynet

Ein Trockennetz oder Drynet ist dazu da, deine Ernte trocknen zu lassen. Wegen der starken Geruchsentwicklung musst du den Ertrag direkt in der Growbox trocknen zu lassen, in der der Abluftventilator für Geruchsneutralität sorgt. Deshalb kann man die Drynets auch direkt in der Growbox anbringen.

Thermo-/Hygrometer

Um einen Überblick über die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit in deiner Growbox zu behalten, lohnt sich die Anschaffung eines Thermo-/Hygrometers. Dabei hast du gleich beide Anzeigen in einem Gerät und der Anschaffungspreis hält sich auch in Grenzen. So merkst du schnell, wann Schimmelgefahr besteht, und kannst entsprechende Schritte einleiten.

pH + EC Messgeräte

pH + EC Messgerät von Bluelab für deine Growbox

Mit einem pH + EC-Messgerät behältst du den Überblick über den Zustand deiner Erde oder deines Substrates. Der EC-Wert misst die elektrische Leitfähigkeit eines Stoffes. Beim Grow interessiert der EC-Wert der Erde bzw. des Substrats. Wenn der EC-Wert zu hoch wird, bedeutet dies, dass überdüngt wurde und eine Umkehrosmose einsetzt. Auf gut deutsch heißt das, dass Wasser aus der Pflanze zurück in die Erde oder ins Substrat gelangt, und das ist die falsche richtung. Die Pflanzen trocknen dadurch aus.

Bei Erde sollte ein EC-Wert von 2,3 - 2,4 nicht überschritten werden. Bei Substrat (Kokos oder hydroponischem Substrat) sollte ein EC-Wert von 2,5 die Obergrenze sein.

Auch der pH-Wert ist von großer Bedeutung. Jede Pflanze hat einen ph-Bereich, in dem sie optimal wächst. Beim Grow ist ein Richtwert von 6,0 ein gutes Maß.

Schalldämpfer

Rohrschalldämpfer für die Growbox

Wie bereits gesagt, ist so eine Growbox mitunter schon mal eine ordentliche Geräuschquelle. Eine der größten Ursachen ist der Hauptabluftkanal. Und hier kommt der Schalldämpfer zum Einsatz. Man kann die Schalldämpfer statt den Lüftungsrohren benutzen, wodurch das Geräusch der Austrittsluft auf ein Minimum gesenkt wird. Allerdings ist zu sagen, dass für die Schallisolation auf jeden Fall der Phonic Trap Abluftschlauch zu empfehlen ist. Bei den Schalldämpfern handelt es sich eher um die Sparvariante der Schallisolation.

Die meisten Schalldämpfer sind flexibel, weshalb du auch auch noch einigen Spielraum dafür hast, sie in deiner Growbox anzubringen. Generell gilt, je länger ein Schalldämpfer, desto effizienter arbeitet er auch. Desto mehr kostet er natürlich auch.

Man unterscheidet zwischen Telephonieschalldämpfern und Rohrschalldämpfern. Der Unterschied ist die Oberfläche der Schalldämpfer – Telephonieschalldämpfer haben Riffel, die Rohrschalldämpfer sind offenporig. Rohrschalldämpfer sind deutlich effizienter in der Schallabsorbierung als Telephonieschalldämpfer. Generell gilt: Je länger der Schalldämpfer, desto stärker die Schallisolierung.

Übrigens kannst du einen Schalldämpfer auch an der Zuluftöffnung anbringen, solltest du einen Zuluftventilator benutzen.

Growmedien: Erde, Substrate & Hydroponik

Die Frage nach der Wahl des Growmediums ist wieder eine, die sich mit der Kompetenz beantworten lässt, mit der ein Indoor-Gärtner an seinen Grow herangeht – und mit dem Budget, das zur Verfügung steht. Generell kann man sagen, dass sich Erde für Anfänger eher eignet. Substrate sind für Fortgeschrittene passend. Und Hydroponik ist dann schließlich etwas, mit dem eher Experten etwas anfangen können.

Grow-Erde

Grow-Erde von Plagron

Zunächst mal ist Erde günstiger als Substrate. Ein Grow-Anfänger wird nur einen geringen Unterschied im Ertrag feststellen, egal, was er benutzt. Und der Aufwand mit Erde ist ein wesentlich geringerer.

Für Erde spricht aber auch, dass viele Grower behaupten, Erde bewirke einen besseren Geruch und Geschmack der Pflanze als Substrate oder Hydroponik.

Ein Vorteil an Erde ist, dass sie Fehler eher verzeiht als Substrate und Hydroponik. Wenn ein falscher pH-Wert oder EC-Wert vorliegt, kann das deine Pflanzen umhauen, wenn sie in Substraten stecken. Erde ist da gnädiger.

Für hydroponische Systeme spricht, dass die Wurzeln deiner Pflanzen direkt im Wasser stecken und somit leichter auf die Nährstoffe zugreifen können. Allerdings kostet die Versorgung der Pflanzen dann auch mehr Zeit und Arbeit.

Ein Nachteil allerdings ist, dass Erde leichter Schimmel und Fäule bilden kann als die Alternativmedien. Deshalb muss man sie richtig lagern und streng auf die Luftfeuchtigkeit achten.

Für Anfänger empfiehlt sich übrigens vorgedüngte Erde, weil das einfach Arbeit erspart. Auch kann man dadurch die Pflanze nur überdüngen, wenn man das auch tatsächlich vorhat. Bitte beachte aber, dass du für die Keimung und die Anzucht keine vorgedüngte Erde verwenden solltest. Dafür gibt es Anzuchterde.

Tipp: Mykoriza-Pilze sorgen sage und schreibe für bis zu 700faches Wurzelwachstum. Und gemäß des Grundsatzes "More roots, more fruits" ist das etwas sehr gutes.

Cocos-Substrat

Cocos-Substrat für deinen Indoor Grow

Das Cocos-Substrat wird kurz vor der Verwendung mit Wasser aufgeweicht. Dadurch geht es auseinander, wird lockerer, damit sauerstoffhaltiger und eignet sich auch deshalb super für den Grow. Da das Substrat so luftig ist, ist allerdings auch der Wasserverbrauch höher.

Zu bemerken ist, dass das Substrat keinerlei Nährstoffe enthält. Das ist quasi gleichzeitig ein Vor- und ein Nachteil. Einerseits musst du bereits ab Stunde 0 düngen, was die ganze Geschichte anstrengender macht als mit Grow-Erde. Andererseits kannst du deshalb auch schon ab Stunde 0 ganz genau bestimmen, was deine Pflanzen alles gefüttert bekommen. Und das kannst du auch ganz genau regulieren.

Abgesehen davon besteht dadurch aber auch keine Gefahr durch Ungeziefer, die sich in dem toten Material nicht einnisten können.

Gleichzeitig entsteht dadurch aber das Risiko der Überdüngung. Einerseits heißt das, dass ein spezieller mineralischer Dünger vonnöten ist, organischen Dünger kann man also nicht verwenden. Andererseits ist ein pH + EC-Messgerät unumgänglich, da das Substrat Fehldüngungen wie gesagt nicht so dankbar wegsteckt wie Grow-Erde.

Cocos-Substrat ist allerdings sehr praktisch zu lagern, da es kompakt ist und kein Wasser enthält. Auch Umtopfen musst du deine Pflanzen nicht. Außerdem wird das Substrat umweltfreundlich hergestellt – es ist 100% biologisch abbaubar, der Rohstoff (Kokosnüsse) wächst nach und das Substrat ist an sich ein Abfallprodukt der Kokosnussernte (Kokosnussschalen).

Hydroponik-Substrate

Hydro-Substrat von Canna

Die Hydrokultur oder Hydroponik stellt eine Form der Pflanzenhaltung dar, die mit einem anorganischen Substrat arbeitet. Dazu bieten sich für den Grow beispielsweise Steinwolle oder Blähtongranulat an.

Beides ist komplett keimfrei. Auch eine Über- oder Unterwässerung ist wirklich sehr schwer herzustellen, da beides an sich so porös ist, dass überflüssiges Wasser einfach abfließt.

Ein Nachteil ist die chemische Behandlung der Substrate. Außerdem muss zumindest Steinwolle 24 Stunden, bevor du pflanzen möchtest, in einer Nährlösung einweichen musst. Dadurch wird erst der pH- und der EC-Wert erreicht, den du für einen gesunden Grow brauchst.

Kauf dir auf keinen Fall irgendeine Steinwolle aus dem Baumarkt – es kann gut sein, dass solche Wolle Mineralöl enthält. Die Marke Grodan ist unter Growern eine Hausnummer geworden, die sich bewährt hat.

Grow-Dünger

Bio Boost Dünger von Canna

Die Wahl des Düngers ist selbstverständlich sehr stark abhängig von der Wahl der Erde/das Substrats. An sich hat auch jeder Hersteller von Erde oder Substrat den geeigneten Dünger parat. Generell lässt sich aber sagen, dass du für vorgedüngte Erde mineralischen Dünger benutzt, sobald du leichte Nährstoffmängel siehst. Auch für Cocos-Granulat musst du mineralischen Dünger verwenden, allerdings speziellen.